Projekte_SS19_Entwurf

Entwurf „Mobilitätsstation: Vierter Flügel+“

Durch die, in den vergangenen Jahren in vielen europäischen Metropolen und Regionen eingeläutete Mobilitätswende im individuellen Nahverkehr, stellen Bahnhöfe heute mehr dar, als rein funktionale Orte. Als Social Hubs sind sie Treffpunkte für Millionen von Menschen und architektonische Ausdrucksformen von Mobilität. Vor diesem Hintergrund steht das Ankommen in der Stadt im Zentrum des Moller-Preises 2019.

Am Darmstädter Bahnhofsplatz entsteht als ergänzender Flügelbau des Vorplatzes eine Mobilitätsstation. Oberirdisch soll der Neubau als zukunftsfähiges, städtisches Haus entstehen. Sowohl die Gestalt des neuen Akteurs am Platz der Deutschen Einheit, als auch die Entwicklung der Nutzungsszenarien über ein Fahrradparkhaus hinaus, sind Gegenstand des Entwurfes. Hierbei ist der Umgang mit dem wertvollen historischen Bestand gleichermaßen von Bedeutung wie die Reaktion auf die verkehrstechnisch relevante Situation. Die Unterbringung von ca. 4000 Fahrrädern stellt die zentrale Fragestellung des Entwurfs dar.

In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem Institut für Mechatronische Systeme im Maschinenbau der TU Darmstadt wurden für das Untergeschoss technische und mechanische Ansätze zur Aufbewahrung der Fahrräder entwickelt. Es galt, eigenständige Antworten auf relevante Fragen im Kontext von Mobilitätsentwicklung und ihrer architektonischen Begleitung zu finden.

  • Ulrich Müller
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  • Julia Kemkemer
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  • Alexander Kullack
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Entwurf „umBauen Wohnen Denken“

Eine entwerferische Annäherung an den Wohnungsbau. „Bauen und Denken sind jeweils nach ihrer Art für das Wohnen unumgänglich. Beide sind aber auch unzulänglich für das Wohnen, solange sie abgesondert das Ihre betreiben, statt aufeinander zu hören. Dies vermögen sie, wenn beide, Bauen und Denken, dem Wohnen gehören, in ihren Grenzen bleiben und wissen, dass eines wie das andere aus der Werkstatt einer langen Erfahrung und unablässigen Übung kommt. Wir versuchen, dem Wesen des Wohnens nachzudenken. Der nächste Schritt auf diesem Wege wäre die Frage: Wie steht es mit dem Wohnen in unserer bedenklichen Zeit?“

Martin Heidegger: Bauen, Wohnen, Denken